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Netflix in der Kritik: Texas verklagt Streaming-Gigant

Staat Texas wirft Netflix laxen Umgang mit Privatsphäre vor.

May 11, 2026·2 Min. Lesezeit
Netflix in der Kritik: Texas verklagt Streaming-Gigant
Image source: The Verge

Der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton hat Netflix im Visier und wirft dem Unternehmen vor, die Datenschutzgesetze von Texas zu umgehen. Er behauptet, Netflix habe Nutzer irregeführt, indem es sich als sichere, werbefreie Zone positionierte, während es angeblich Nutzerdaten sammelte und verkaufte.

Vorwürfe der Irreführung

Die Klage behauptet, Netflix habe sich als 'Flucht vor der Überwachung durch Big Tech' verkauft. Gleichzeitig soll es ein Verhaltensüberwachungsprogramm aufgebaut haben. Dazu gehört auch die Autoplay-Funktion, die die nächste Episode automatisch abspielt, um die Zuschauer zu fesseln. Paxton sagt, dies seien Tricks, um Daten zu sammeln, insbesondere von Kindern und Familien.

"Netflix verfolgt ein einfaches und lukratives Ziel: Familien an den Bildschirm fesseln, ihre Daten abgreifen und diese dann teuer verkaufen," so die Klage.

Rechtliche Forderungen

Paxton fordert vom Gericht, Netflix zu untersagen, Nutzerdaten zu sammeln und zu teilen. Außerdem möchte er, dass Autoplay in Kinderprofilen standardmäßig deaktiviert ist. Sein Büro behauptet, dass Netflix gegen das texanische Gesetz gegen unlautere Handelspraktiken verstößt.

  • Vorwürfe der Datenausnutzung
  • Angeblich gebrochenes werbefreies Versprechen
  • Forderung, Autoplay bei Kindern abzuschalten

"Netflix ist nicht der werbefreie, kinderfreundliche Raum, als der er sich ausgibt. Es hat Verbraucher in die Irre geführt und dabei von ihren Daten profitiert," sagte Paxton in einer Presseerklärung.

Hintergrund: Streaming und Datenschutz

Diese Klage kommt zu einer Zeit, in der Tech-Unternehmen und ihre Datenpraktiken zunehmend unter die Lupe genommen werden. Da Dienste um Abonnenten kämpfen, sind Datenschutzversprechen ein wichtiges Verkaufsargument. Netflix, dessen Umsatz von 15 Milliarden Dollar im Jahr 2018 auf prognostizierte 50 Milliarden Dollar bis 2026 steigen soll, wird nun hinsichtlich seines Geschäftsmodells genauer betrachtet.

Was noch unklar ist:

  • Wie Netflix reagieren wird
  • Auswirkungen auf das Geschäft von Netflix, sollte Paxton gewinnen
  • Was das für andere Streaming-Dienste in Bezug auf Datenschutz bedeutet

Warum das wichtig ist:

Dieser Fall wirft ein Schlaglicht auf den Konflikt zwischen Datenschutz und Profit im Tech-Bereich. Während Streaming einen immer größeren Teil des Unterhaltungskuchens einnimmt, werden Datenschutzfragen zunehmen und die Art und Weise, wie diese Plattformen arbeiten, herausfordern.

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