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Kreditkarten-Klau: WordPress Plugin gefährdet 40.000 Shops

Kritische Lücke im Funnel Builder Plugin ermöglicht Angreifer den Skript-Einschub.

Von Serhat Kalender·Editor-in-Chief·May 16, 2026·2 Min. Lesezeit
Kreditkarten-Klau: WordPress Plugin gefährdet 40.000 Shops
Image source: BleepingComputer

Ein kritischer Fehler im beliebten Funnel Builder Plugin für WordPress setzt über 40.000 Websites einem Risiko aus und ermöglicht Angreifern den Diebstahl sensibler Kreditkartendaten. Diese Schwachstelle betrifft alle Versionen des Plugins vor 3.15.0.3 und wird von bösartigen Akteuren aktiv ausgenutzt, die schädliches JavaScript in WooCommerce-Checkout-Seiten einfügen.

Die Schwachstelle

Das Sicherheitsunternehmen Sansec hat dieses alarmierende Problem aufgedeckt. Der Exploit erlaubt Angreifern, die globalen Einstellungen des Plugins über einen ungesicherten, öffentlich zugänglichen Endpunkt zu ändern. Dadurch können beliebige JavaScripts in die 'External Scripts'-Einstellungen eingefügt werden, was zur Ausführung von schädlichem Code auf den Checkout-Seiten führt.

Der schädliche Code tarnt sich als legitimes Google Tag Manager oder Google Analytics Skript, das dann eine WebSocket-Verbindung zu einem bösartigen Server öffnet. Dieser Server verteilt einen maßgeschneiderten Payment-Card-Skimmer, der kritische Daten wie Kreditkartennummern, CVVs, Rechnungsadressen und weitere Kundeninformationen stiehlt.

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Reaktion von FunnelKit

FunnelKit, der Entwickler des Funnel Builder Plugins, hat schnell reagiert und eine aktualisierte Version 3.15.0.3 veröffentlicht, um diese Sicherheitslücke zu schließen. Das Unternehmen hat die bösartige Aktivität bestätigt und fordert die Nutzer auf, ihre Plugins umgehend über das WordPress-Dashboard zu aktualisieren. Administratoren wird zudem geraten, ihre Einstellungen auf unautorisierte Skripte zu überprüfen, die von Angreifern hinzugefügt worden sein könnten.

Dieser Vorfall zeigt, wie wichtig regelmäßige Updates und die sorgfältige Überwachung von Site-Plugins sind, besonders von solchen, die Finanztransaktionen abwickeln.

Kontext

Der europäische E-Commerce-Markt ist besonders anfällig für solche Bedrohungen, da er stark auf WordPress-Plugins wie den Funnel Builder setzt, um die Konversionsraten zu steigern. Dieser Vorfall erinnert an frühere Schwachstellen in E-Commerce-Plattformen, die zu erheblichen finanziellen Verlusten und Datenlecks geführt haben. Mit der DSGVO stehen europäische Unternehmen unter zusätzlichem Druck, strenge Datenschutzstandards einzuhalten.

Was das für dich bedeutet

Wenn Du ein Website-Betreiber oder Administrator bist, der den Funnel Builder nutzt, ist es unerlässlich, sofort die neueste Version zu installieren. Dieses Update behebt nicht nur die Schwachstelle, sondern hilft auch, potenziellen finanziellen und reputativen Schaden zu verhindern. Überprüfe unbedingt Deine Site-Einstellungen auf verdächtige Skripte, um weitere Risiken zu minimieren.

Was noch unklar ist

Obwohl FunnelKit die Schwachstelle behoben hat, bleibt unklar, wie groß das Datenleck tatsächlich ist und wie viele Nutzer betroffen sind. Zudem ist ungewiss, wie viele Websites noch die notwendigen Updates zur Selbstsicherung durchführen müssen.

Warum das wichtig ist

Sicherheitslücken in weit verbreiteten Plugins wie dem Funnel Builder stellen erhebliche Risiken für Online-Geschäfte und ihre Kunden dar. Diese Schwachstelle unterstreicht die Bedeutung regelmäßiger Software-Updates und sorgfältiger Sicherheitspraktiken zum Schutz sensibler Daten. Während sich die digitale Landschaft weiterentwickelt, müssen auch unsere Bemühungen wachsen, sie vor neuen Bedrohungen zu schützen.

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